3 Gründe für KMU für eine Facebook Fanseite

500 Millionen Nutzer hat Facebook, davon loggen sich über 50% täglich auf der Plattform ein. Die meisten Nutzer sind jedoch nicht wie vermutet Teenager sondern die über 35jährigen: Sie gehören über 30% der Nutzer auf Facebook aus. In 20 Minuten, einer durchschnittlichen Kaffeepause, werden auf Facebook (weltweit) 1’000’000 Links geteilt, 1‘851’000 Status mitgeteilt und 10’208’000 Kommentare gemacht. Doch wie können KMU dieses allgegenwärtige soziale Medium sinnvoll nutzen? Darüber soll dieser Artikel Auskunft geben.

Mittlerweile gibt es kaum jemanden, der oder die nicht auf Facebook anzutreffen ist, warum also diesen Umstand nicht nutzen? Wäre es nicht schön, wenn der meist genutzte Status update (2009) nicht „bin gelangweilt“ oder „Endlich Wochenende!!!“ wäre, sondern „ich liebe meinen Job“ oder „Sanitär Rohner rockt!!“? Somit kommen wir zum ersten Grund Facebook zu nutzen:

1. Image

Während wir immer mehr abstumpfen, wenn es um plumpe Werbung geht, wollen wir uns mit Produkten und Firmen identifizieren. Dazu brauchen wir positive Bilder und Empfehlungen von Leuten, denen wir vertrauen wie unserer Familie und unseren Freunden. Wenn also jemand privat schlecht über den Chef, das Arbeitsklima oder die Kollegen redet, wie gut kann die Firma denn sein? Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Person das nicht nur privat, sondern auch im Netz kund tut? Achten Sie deshalb darauf, denn ein gutes Arbeitsklima ist auch eine gute Werbung für die Firma.

2. Präsenz

Täglich werden wir von 4’500 Werbebotschaften angesprochen, bewusst und unbewusst. Der Aufdruck des Stadtbus Winterthur, das Logo einer Bank, die Marke unseres Mobiltelefons oder die Tragtasche im Einkaufszentrum; alles ist versehen mit Werbebotschaften. Wollen KMU in die Köpfe von Konsumenten und Geschäftspartnern, müssen sie subtiler vorgehen und Verknüpfungen schaffen. Dies geschieht, wenn wir wissen, wer in welcher Firma arbeitet,eine Dienstleistung oder ein Produkt empfiehlt. Ein Produkt, welches von einer befreundeten Person gemocht und empfohlen wird, hat eine sechsmal höhere Wahrscheinlichkeit gekauft zu werden. Kommen wir damit zu Punkt drei, gefolgt von einem konkreten Beispiel:

3. Abgrenzung von der Masse

Wenn KMU nicht einer von vielen sein wollen, müssen sie sich abgrenzen und auf sich aufmerksam machen. Am einfachsten geschieht dies mit einem Wettbewerb, denn Menschen spielen gerne.

Nachfolgend sollen zwei aktuelle Beispiele erläutert werden, welche soziale Medien für sich nutzen.

Das erste Beispiel zeigt die IKEA. Sie hat, anders als andere Marken zuvor, nicht aufwendige Facebook-Anwendungen erstellen lassen, die nach Werbung aussahen, sondern sich einer vorhandenen Funktionen bedient, die sogenannte „Markierungs-Funktion“, mit der man Freunde und sich selber auf Fotos markieren kann. Zur Feier der Filialeröffnung in Malmö hat IKEA ein Profil des dortigen Filialleiters Gordon Gustavsson erstellt und dieser suchte sich ein paar bestehende Freunde um das Ganze zu starten. Die Idee dahinter: Über das Profil von Gordon Gustavsson wurde innerhalb von zwei Wochen insgesamt 12 Fotos von Ausstellungsräumen des neuen Geschäftes hochgeladen. Die jeweilig ersten Nutzer, die ein auf dem Bild zu sehendes Möbel mit ihrem Namen markierten, bekamen das Möbelstück gratis. Was geschah? Auf den Startseiten und Neuigkeiten standen plötzlich „Rolf Müller ist Freund von Gordon Gustavsson, IKEA“ und kurz darauf: „Rolf Müller wurde im Foto „Wohnzimmer“ markiert“. Dies machte wiederum die Freunde von Rolf Müller neugierig, sie klickten auf den Link und sahen ein Foto eines IKEA Schauraumes eines Wohnzimmers und die Verknüpfung war perfekt: Sie wollten selbst Freunde mit Gordon werden, sich wiederum selbst markieren in den nächsten Fotos, was wiederum deren Freunde darauf aufmerksam machte und so weiter. Da es sich um ein Gewinnspiel handelte, haben die Leute Ikea persönlich weiterempfohlen, statt auf einfache Banner zu klicken und es allen Freunden weitergesagt. Die Kampagne erreichte dadurch eine ungeahnte Verbreitung.

Ein zweites Beispiel ist die Suchfunktion und damit verbunden „Fanpage“ in Facebook.

Mittlerweile werden bereits 5% der Suchanfragen in Facebook getätigt, 95% laufen noch über Google&Co, aber die Tendenz ist steigend. Wenn also jemand sich in Facebook bewegt (gemäss Statistik ist jeder zweite täglich eingeloggt) wird er oder sie früher oder später die Suchleiste betätigen, wenn es darum geht, eine Dienstleistung oder ein Produkt zu suchen. Das Resultat: Die Unternehmung, welche ein Fanpage hat, wird gefunden. Noch besser: Die Unternehmung, welche Leute beschäftigt, die wiederum mit der suchenden Person befreundet sind, wird bevorzugt. Und die Unternehmung, die etwas über sich zu erzählen hat, gemocht wird und von den eigenen Mitarbeitern aufgeführt wird, erhält den Sympathiebonus. Und wer will nicht, dass die eigenen Mitarbeiter zu Botschaftern des Unternehmens werden, nicht nur am Stammtisch, sondern auch im Onlinebereich.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s