China 2011: USA 2007 reloaded (经济泡沫)

Wirstschaftsblase auf chinesisch heisst 经济泡沫 oder „jīngjì pàomò. Was dahinter steckt hat Dylan Grice, Ökonom bei Societe Général in einem aktuellen Artikel der BAZ online schön gesagt:

China hat kaum Lehren aus dem Debakel des Westens gezogen. Durch die laxe Geldpolitik wurde die Spekulation geradezu provoziert. Nominal wächst die chinesische Wirtschaft fast 20% pro Jahr. Die Zinsen sollten demzufolge auch etwa 20% betragen. Der reale Zins ist jedoch negativ. Die Chinesen können wegen der Kapitalverkehrskontrollen ihr Geld nicht ins Ausland transferieren, und sie bringen es nicht zur Bank, da die Inflation deutlich höher ist als der Depositenzins. Was bleibt ihnen übrig? Der Erwerb von und die Spekulation mit Wohneigentum. Einen durch negative reale Zinsen induzierten Bauboom sahen wir auch schon in Spanien, Irland und Amerika. Dasselbe machen nun die Chinesen, sie sind auf der Jagd nach Rendite – das klingt doch irgendwie bekannt. Sie glauben an ein Wunder, das nicht eintreten wird. Für die sehr lange Frist bin ich durchaus optimistisch für China. Ich sehe jedoch, wie sich das Potenzial für eine harte Landung und einen fiesen Schock für risikobehaftete Anlagen aufbaut.

Im Jahr 2006 sah die Welt noch anders aus: http://www.nytimes.com/specials/chinarises/gettingrich/index.html

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