Das sind die Trends 2017 – für Unternehmen und Startups

Expertenmeinungen gibt es immer wieder. Spannend wird es, wenn wir Annahmen treffen zu den Trends 2017 in den Bereichen E-Commerce, Social Media und Human Resources? Ich wage einen Ausblick:

Warum setzt Google auf Mobile?

Mobile ist 2017 keine Wahl mehr, sondern Pflicht. Dabei ist es egal, ob es um Inbound, SEO, Social Media oder E-Mail-Marketing geht. Dabei handelt es sich mitnichten um einen neuen Trend. Google hat 2016 aber noch einmal nachgelegt und führt nun einen eigenen Mobilindex und den mobilen Webstandard AMP ein. Die Mehrheit aller Suchanfragen kommen bereits heute von Smartphones und bei sozialen Netzwerken sind zwischen 70 oder 80 Prozent der Seitenaufrufe von Mobilgeräten – oder wann haben Sie sich das letzte Mal aus Facebook ausgeloggt. Alles in allem ist 2017 das wichtigste Jahr für die Mobiloptimierung schlechthin und wer das noch nicht weiss, sollte sich dringend hier informieren, denn Mobile ist nicht gleich Mobile.

Was erwarten Kunden vom E-Commerce?

Die klassischen Warenhäuser und Läden verschwinden und werden immer mehr durch Pick Up Stationen ersetzt. Click & Collect, als Thema. Denn Kunden legen immer grösseren Wert auf kürzere Lieferzeiten. Druck kommt vor allem durch Amazon Prime und auch bei den Digitalen Händlern von Elektronikartikeln haben sich Same-Day-Delivery-Angebote in der Schweiz im letzten Quartal 2016 etabliert, und werden sich in Zukunft wohl auch in anderen Produktbereichen mehr durchsetzen. Lieferzeit und Rückgabeoptionen entwickeln sich immer stärker zu entscheidenden fast strategischen Erfolgsfaktoren. Das gilt auch in der Schweiz und die Grossen haben das bereits erkannt: ob STEG mit notimeBrack per Velo oder notime, Swisscom, Siroop, Fust mit Instore Picking oder die M-Pick-Up Konzepte der Migros und ihrer Töchter: Kunden wollen offenbar das Haupterlebnis, den sofortigen Kauf, auch online. Adieu Einkaufszentrum, willkommen Logistikhub – das hat auch Alibaba verstanden. Alibaba, Taobao und Tmall haben auch viele europäische Kunden. Jetzt wollen die chinesischen Onlinekaufhäuser näher an die Käufer ran und verhandeln ein Versandzentrum in Südosteuropa für den gesamten Kontinent. Alibaba verhandelt unter anderem mit der Regierung in Bulgarien, um ein Versandcenter in dem europäischen Land zu errichten. Das gaben die Regierung des Landes und die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua bekannt.

Wird Social Media zum Verkaufskanal?

Das „Social Media kann verkaufen Konzept“, wurde oft erwähnt aber durchgesetzt hat es sich noch nicht – wird es wohl auch nicht. Denn der Anspruch über Social Media zu verkaufen deckt sich nicht mit dem Anspruch der Nutzer. ABER: 2017 wird sich etwas Match entscheidendes ändern. Was? Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram und Pinterest haben ein sehr eigennütziges Interesse daran die Plattformen für Marken und Unternehmen attraktiver zu machen. Das wurde 2016 bereits getestet mit neuen „Buy Buttons“, den Möglichkeiten von Services und diverser Call to Action und wird sich auch auf Messenger ausweiten (wie Facebook schon erfolgreich getestet hat).

Was hat Human Ressources noch zu tun?

Algorithmen werden immer mehr den Recruiter und Personaler ersetzen. Das heisst, nicht mehr der Mensch sucht und scant und beurteilt Kandidatinnen und Kandidaten, das übernimmt Software. Aktiv wie auch passiv. Warum? Die klassischen Methoden funktionieren einfach nicht mehr. Gemäss der Untersuchung „Recruiting Trends 2017“ des ICR hatten 96 Prozent der Arbeitgeber in Deutschland 2016 Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen mit geeigneten Bewerbern. Bei einigen bedrohe der Fachkräftemangel sogar bereits das Geschäft. 2017 soll vermehrt auf Social Recruiting mit Bots und Software gesetzt werden. Gemäss der erwähnten Studie werden 54 Prozent der Arbeitgeber wollen mehr Geld aus ihrem Personalbeschaffungsbudget für Xing und Linkedin ausgeben. 29 Prozent planen, der Untersuchung zufolge, Aktivitäten auf Facebook & Co.

Wie entwickelt sich das Internet der Dinge?

Noch haben wir alle Freude an den tollen Dingen, die uns sprechende Glühbirnen, selbstfahrende Autos und intelligente Thermostaten und Staubsauger liefern. Noch. Denn die Ziele der Hacker sind nicht mehr Webseiten. Gehackt wurden Gruppen von IoT-Geräten mit einer so genannten DDoS Attacke (Botnet-Angriff) und von diesen aus konnten via Server mit geballten Ladungen von Anfragen zum Erliegen gebracht werden. Oder einfach formuliert: «Ein Netzwerk, das konzipiert wurde, um nukleare Attacken zu überleben, wird von Toastern in die Knie gezwungen», wie es ein Blogger formulierte. Noch ist der Mensch wohl das grösste Problem, schauen wir nur schon mal, wie viele Heimnetzwerke noch via 192.168.2.1 und admin / admin erreichbar sind, wie sieht es erst mit 10 mal mehr Geräten im Haushalt aus?

Wer leitet die Digitalkompetenz im Unternehmen?

Alle sprechen von der Digitalisierung und der Transformation. Aber nachdem wir alle Workshops besucht und Artikel gelesen haben, was bleibt noch? Was fehlt, ist ein Chief Digital Officer – also jemand, der sich das Thema Digitalisierung wirklich auf die Kappe und ins Pflichtenheft geschrieben hat. Wer jetzt sagt „oh nein nicht schon wieder so ein C-Level Begriff“ – den gibts wirklich „Ein Chief Digital Officer (CDO) ist eine Person, die in einem Unternehmen oder einer anderen Gruppe für die Belange der Kommunikation über das Internet verantwortlich ist. Er kümmert sich damit u.a. um die Digitale Transformation.“ sagt Wikipedia.

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