Was steckt hinter der digitalen Transformation (1)

Die digitale Transformation schreitet unaufhaltsam voran und macht dabei vor niemandem halt. Umso wichtiger ist es daher auch für jedes Unternehmen Schritt zu halten und auf diesem Weg nicht zurückgelassen zu werden. Doch was steckt eigentlich hinter der digitalen Transformation und welche Veränderungen muss ein Konzern in die Wege leiten um sich in dieser neuen Welt beweisen zu können?

Digitalisierung stellt für viele Manager und Unternehmer ein beinahe gefürchtetes Wort dar, da es suggeriert etwas tun zu müssen wobei jedoch viele Verantwortliche keine genau Vorstellung davon haben was sie an ihrem Betrieb verändern müssen.

Fakt ist: Digitalisierung bedeutet für jedes Unternehmen etwas anderes. Jedoch gibt es durchaus auch Fragestellungen, denen sich jeder Konzern stellen muss. In weiterer Folge werde ich hier einen Leitfaden auflisten, der zur Orientierung in diesen aufregenden Zeiten dient.

Software

Moderne Softwarelösungen sind im Zeitalter der Digitalisierung essenziell und stellen daher einen wichtigen Eckpfeiler im Digitalisierungsprozess jedes Unternehmens dar. Ein Betrieb der heutzutage beispielsweise noch E-Mails zur Koordinierung der Zusammenarbeit verwendet oder noch weitreichend auf Microsoft Excel setzt ist noch weit entfernt davon in der modernen Welt angekommen zu sein.

Heutzutage wird Zusammenarbeit durch Apps wie dem höchst populären Slack oder auch Alternativen wie beispielsweise Zulip, Spark oder Pidgin koordiniert. Auch bei vielen Aufgaben, für die bisher Excel verwendet wurde, gibt es mittlerweile zahlreiche besser geeignetere Programme, die effizienter arbeiten und passender für den jeweiligen Bereich sind.

Weitere Fragen die sie sich als moderner Unternehmer stellen sollten sind beispielsweise:

Wird zur Kundenverwaltung ein modernes und verlässliches CRM-System verwendet, auf das Mitarbeiter auch unterwegs Zugriff haben?

Werden die wichtigsten Kennzahlen durch eine Business-Intelligence-Lösung auch mobil zur Verfügung gestellt?

…und viele weitere.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass der erste und sogleich wichtigste Schritt im Digitalisierungsprozess definitiv die Modernisierung der verwendeten Software darstellt.

Auch On-Premise-Lösungen (am PC installierte Software) durch Public-Cloud-Lösungen zu ersetzen ist ein weiterer Schritt zur Modernisierung eines Unternehmens.

Bei einer vom Beratungsunternehmen McKinsey ausgeführten Umfrage unter zahlreichen Unternehmen wurde festgestellt, dass sich damit die Ausrollzeit neuer Produkte deutlich verkürzt und auch die Kosten für die Serverinfrastruktur drastisch gesenkt werden können.

Ein weiterer Vorteil von Software-as-a-Source-Lösungen (Saas) ist zudem definitiv die Möglichkeit auch unterwegs mit dem Smartphone oder Tablet auf die Daten zugreifen zu können. Auch die erhöhte IT-Sicherheit und eine schlankere IT-Administration spricht gerade bei KMUs für Public-Cloud-Lösungen.

Auch die automatischen Updates seitens der Software Anbieter und die dementsprechende Aktualität dieser auf allen Servern stellt einen weiteren Pluspunkt dar. Bei der Speicherung personenbezogener Daten ist jedoch stets darauf zu achten in welchem Land der Server des Anbieters steht um etwaigen Datenschutzkonflikten aus dem Weg zu gehen.

Big Data

Die elektronische Messung von Erfolg ist heutzutage eine Leichtigkeit und zudem äußerst hilfreich um beispielsweise den Erfolg von Gutscheinaktionen im Marketing-Bereich zu messen.

Lieferando Gründer Christian Gerber hat im Falle der Gutscheinaktionen mit seinem Start-Up Talon One eindrucksvoll bewiesen, wie einfach es im Zeitalter der Digitalisierung ist Erfolg zu messen.

Doch auch in anderen Bereichen ist es mittlerweile ohne weiteres möglich Dinge durch Software messen zu lassen: Vom Marketing über Produktion bis zur Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit. Bei zuletzt genanntem Beispiel existiert beispielsweise die Employee Engagement Software Officevibe.

Definitiv im Zentrum der Digitalisierung vieler Unternehmen stehen Datenerfassung und deren Auswertung. Die Relevanz der einzelnen Daten hängt dabei stets vom jeweiligen Unternehmen ab. Bei industriellen Anlagen spielt beispielsweise Predictive Maintenance (datengetriebene Frühwarnsysteme, die eine Wartung von Anlagen anzeigen, bevor diese ausfallen oder fehleranfällig werden) eine entscheidende Rolle.

Bei vielen dieser datenbezogenen Themen ist es natürlich meistens notwendig neue vernetzte Sensoren zu installieren, die dem Internet of Things (IoT) zugerechnet werden.

Daten sind in jedem Unternehmen allgegenwärtig, wobei das Problem oftmals das Fehlen passender Software ist um diese detailliert auszuwerten und schlussendlich auf Basis dieser Auswertungen informierte Entscheidungen zu treffen.

Das HIPPO System („highest paid persons opinion“) muss hierbei durch Business Intelligence, also die systematische Auswertung der gesammelten Daten mit Software, abgelöst werden.

Ein wichtiges Stichwort bei diesem Thema ist „maschinelles Lernen“ bei dem großen Mengen von Daten über tiefe Schichten künstlicher neuronaler Netze verarbeitet werden. Diese Technik ist prinzipiell relativ simpel, erfordert jedoch besonders schnelle und optimalerweise auch spezialisierte Prozessoren. Bei der Datenauswertung können AI-Lösungen wie beispielsweise IBM Watson hilfreich sein.

Digitalisierung und die damit verbundene Individualisierung

Wo es früher für Unternehmen noch vorrangig um die Produktion von Gütern ging, welche in einer Zeit der Knappheit stets Abnehmer fanden, ist der Marketingbereich in den letzten Jahrzehnten immer präsenter und wichtiger geworden.

Im Zeitalter der Digitalisierung zählen Kundenwünsche, Individualität und zielgerichtetes Marketing im Gegensatz zu Massenproduktion von Gütern.

Wegweisend für diese Veränderungen könnte sich der 3D-Drucker erweisen: Bei fortschreitender Preissenkung dieser Systeme könnten massgefertigte, individuell gestaltete Produkte ein Comeback erleben. Dies ist dadurch möglich, dass bereits kleinste Änderungen in der Software eines 3D-Druckers unterschiedlichste Ergebnisse entwickeln können. Ein Schlüsselbegriff hierbei ist die additive Fertigung.

Diese lohnt sich bisher nur bei Bauteilen welche, wie beispielsweise im Flugzeugbau, nur in kleinen Stückzahlen gefertigt werden. Doch mit der immer günstiger werdenden Technik kann sich dies schnell ändern und auch auf andere Bereiche ausweiten.

Auch der digitale Absatzkanal bietet durch zielgerichteteren Vertrieb und Marketing neue Chancen für die Individualisierung im Gegensatz zum klassischen Marketing.

Teil 2 dieses Artikels folgt in Kürze…

 

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