Buchtipps für Unternehmer: Top 10

Ich werde oft gefragt, welche Inspirationen, an Büchern, Podcasts und Audiobooks ich guten Gewissens empfehlen kann. Nachfolgende Liste gibt einen Überblick von meinen Top 10 Buchtipps für Unternehmer und die entsprechenden Links dazu.

Essentialism – Das ist die Kernbotschaft des Bestsellers Essentialism. The Disciplined Pursuit of Less von Greg McKeown. McKeown beschreibt einer Zeit, wenn : » Alles ist möglich« und man versucht, alles zu tun.

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The One ThingThe Surprisingly Simple Truth Behind Extraordinary Results ist die Nummer 1 der US Bestseller. In diesem Buch geht es darum, wie man durch die Bündelung seiner Energien auf ein Ziel, Grosses erreichen kann.

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Anything You Want40 Lessons for a New Kind of Entrepreneur ist das neue Buch von Derek Sivers. Sie brauchen nicht einen visionären Masterplan, Lasten der Finanzierung oder ein brillantes Team um ein Unternehmen zu gründen. Alles, was Sie wirklich brauchen, ist Grosszügigkeit. Dieses Buch hilft Ihnen, mit Ihrem eigenen Business zu beginnen.

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The Personal MBA – Eine Weltklasse, Business-Bildung in einem einzigen Band; Viel billiger als Harvard. Überarbeitete und aktualisierte Auflage.

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Founders at Work ist eine Sammlung von Interviews mit den Gründern berühmter Technologie- und Internet-Firmen. Es bietet einen Einblick in die Gründerszene der USA, beginnend in den 60er Jahren.

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Sapiens a brief history of mankind – Eine kurze Geschichte der Menschheit ist das neue Buch von Yuval Harari.  Er erklärt auf leicht verständliche Weise, warum wir als Homo Sapiens da sind, wo wir sind, warum Weltreiche und Imperien entstanden sind und welche wichtige Rolle Religionen und Ideologien in dieser Entwicklung spielen.

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Happy Money – Geld macht nicht glücklich. Wir alle ahnen aber: Es gibt einen Zusammenhang zwischen Geld und Glück. Doch wie sieht er aus? Die Frage lautet also: Was muss ich mit meinem Geld anstellen, um glücklich zu werden? Dieser Frage haben sich die beiden US-Wissenschaftler Michael Norton und Elizabeth Dunn angenommen und 5 einleuchtende Antworten gefunden.

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The Power of No – Wie oft haben Sie sich schon gehört „Ja“ auf die falschen Dinge zu sagen,- überwältigende Anfragen, schlechte Beziehungen, zeitraubende Verpflichtungen? „Nein“ kann Ihnen nicht nur Zeit und Mühe sparen, es kann auch Ihr Leben retten.

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The 22 immutable laws of Marketing – Al Ries und Jack Trout sind zwei der erfolgreichsten Marketingstrategen der Welt. Sie haben mehr als 40 Jahre Marketing-Expertise, um die endgültigen Regeln zu identifizieren, welche die Welt des Marketings beherrschen. Lesen Sie das Buch und erfahren Sie mehr über die unveränderlichen Gesetze des Marketings.

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Smartcuts – In SMARTCUTS nimmt der New Yorker Journalist Shane Snow das unkonventionelle Verhalten diverser Overachiever der Geschichte unter die Lupe: Unternehmen und Menschen, die in unwahrscheinlich kurzer Zeit unglaubliche Dinge zuwege bringen. Und er zeigt, wie jeder von uns mit »Smartcuts« seine Gewohnheiten überdenken und seinen Erfolg beschleunigen kann.

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Was sind Eure Buchtipps? Welche Bücher haben Euch warum inspiriert?

Die vierte industrielle Revolution: Strategien für Jungunternehmer

Industrie 4.0, Internet of Things, Cloud und Blockchain in der Schweiz – diese Begriffe sind momentan in aller Munde. Meist fehlt jedoch noch ein einheitliches Verständnis darüber, was sie bedeuten, wie sie in der Industrie umzusetzen sind und vor allem, welchen Nutzen die Anwender davon haben. Was fehlt, sind konkrete Wissensblöcke und Anweisungen. Wir versuchen hier Abhilfe zu schaffen.

Für die einen ist es eine Revolution, für die anderen eine logische Konsequenz der Digitalisierung und Vernetzung durch das Internet. Ende des 18. Jahrhunderts machten Wasserkraft und Dampfmaschine eine mechanische Produktion möglich. Dann folgte im 19. Jahrhundert die Elektrizität und mit dem Fliessband die Massenproduktion. Mitte der 1970er-Jahre begann die Automatisierung, als Computer und Industrieroboter Einzug in die Fabriken hielten. Und die vierte industrielle Revolution startete Ende der 90er-Jahre mit dem Durchbruch des Internets.

Industrie 4.0 steht für eine vollständig digitalisierte Wertschöpfungskette einer Firma. Geräte, Maschinen und Materialien kommunizieren miteinander und ermöglichen so einen reibungslosen Ablauf, und das auf intelligente Weise: lernfähig und ohne Einflussnahme des Menschen.

Die Einführung von Internetfunktionen in die Produktion, ermöglichte völlig neue Dimensionen: Physische und virtuelle Systeme konnten miteinander verbunden werden. Vernetzte Systeme lassen bereits heute Maschinen miteinander kommunizieren, und selbstlernende Software optimiert komplexe Abläufe. Es ist also weniger ein Modebegriff als schon vielerorts Realität.

Chancen und Möglichkeiten für Startups

Was ist nun diese gegenwärtige industrielle Revolution? Unterschieden werden die dritte und vierte industrielle Revolutionen vor allem mit dem Umstand, dass künstliche Intelligenz zu den industriellen Prozessen hinzugeführt wird. Wie der Lagerroboter, der “merkt”, dass ein Lager leer wird und den schnellsten Weg zur Auffüllung findet. Oder der Spritzroboter welcher eigenständig feststellt, dass seine Farbe falsch gewählt wurde und sich im Prozess um die Umfärbung kümmert. Oder das fast tollste, weil mit knapp CHF 1’000, erschwinglichste Beispiel: der selbstlernende, selbstfahrende Wagen. Bemerkenswert ist hier vor allem das Element „selbstlernend“. Der Erfinder ging nämlich mit dem Ansatz heran, nicht alle Parameter vollständig zu definieren und zu programmieren. Er baute einen Modus ein, welcher dem Auto ermöglicht, in zehn Fahrstunden das Autofahren zu lernen. Das heisst, kein „perfektes“, sondern ein „menschliches“ Fahren eines Autos. Der Bericht von Bloomberg ist mit einem spannenden Videoeinblick versehen. Auch Tesla lässt nicht auf sich warten, was unter der Replik von Elon Musk beschrieben wird.

Neue Dienste und Geschäftsmodelle 

Die Wertschöpfungskette einer Internet-of-Things (IoT) Lösung besteht aus fünf Elementen:

  1. Dem physischen Produkt
  2. Sensoren
  3. Connectivity-Technologien
  4. einem Cloud-Backend für Analytics
  5. dem digitalen Service

Der Mehrwert für den Kunden wird durch die intelligente Aggregation der Daten erzeugt. Zum Beispiel kann durch die Analyse von Beleuchtungsdaten im Haushalt eine Glühbirne über eine App als Alarmanlage dienen. Um eine werthaltige IoT-Lösung zu entwickeln, müssen alle Ebenen betrachtet werden.

Die Chancen für KMU und Grossunternehmen welche mit Industrie 4.0 in der Schweiz einhergehen, kann man also wie folgt zusammenfassen:

  1. Wirtschaftliche und flexible Produktion (Adaption)
  2. Steigerung der Maschinenverfügbarkeit (Produktionsmaximierung)
  3. Steigerung der Ressourceneffizienz (Ressourcen sparen)
  4. Effizientere Steuerung von Abläufen (Prozessoptimierung)
  5. Adaptivere Inbetriebnahme von Maschinen und Anlagen (Flexibilität)
  6. Integration von Partnern (Vertikalisierung)
  7. Fehlerursachenanalysen und automatische Korrekturen (Optimierung)
  8. Vernetzung und kontinuierliches Lernen und verbessern (Intelligenz)
  9. Schaffen von neuen Geschäftsmodellen

Auf Schwierigkeiten stossen viele Unternehmen bei der Neugestaltung der Prozesse, weil neue Abläufe häufig Abteilungs- und Unternehmensgrenzen überschreiten und unterschiedliche Datenquellen anzapfen. Noch schwieriger wird es, wenn unterschiedliche Branchen sich auf Schnittstellen für den Informationsaustausch einigen müssen. Wie Aufwendig ein solcher Unterfang werden kann, zeigen gerade die Energieversorgungs- und Automobilindustrie. Bislang ist es ihnen nicht gelungen, die Elektromobilität und die erneuerbare und dezentrale Energiegewinnung langfristig und effizient zusammenzuführen.

Wir helfen gerne weiter: mit einer Analyse und einem ganztätigen Workshop. Fragen Sie uns zum Thema Industrie 4.0 für KMU

10 Venture Capital Trends

Falls Sie zur Zeit auf Kapitalsuche für Ihr Start-Up sind oder mit dem Gedanken spielen selbst zu investieren, ist dieser Beitrag genau das Richtige für Sie. Das sind die Trends im Venture Capital für das Jahr 2016:

1. Mehr Corporate Deals

Viele Konzerne entscheiden sich vermehrt in Kleinunternehmen zu investieren um Innovation im eigenen Betrieb zu fördern (Aktuell in der Schweiz sind das die SBB, die UBS, die Post, Ringier und die Swisscom). Denn für Firmen kann dies viel mehr als nur finanziellem Gewinn bedeuten. Beispiele dafür sind stärkere Lieferantenbeziehungen, Kontrollmöglichkeit der Industrie (putting control levers in their industry)Produktprüfungen, Reduktion von Risiken und ökonomischere Beschaffungen.

2015 waren Venture Capital Unternehmen in einem von fünf Deals in den Vereinigten Staaten und Europa, und in einem von drei Deals in Asien beteiligt. Startup-Unternehmer ziehen vermehrt Corporate Investoren in Erwägung, was den Wettbewerb für die konventionellen VC-Firmen erhöht.

2. Mehr Inkubatoren und Accelerators

Fast wöchentlich erscheint ein neuer Inkubator oder Accelerator, welcher die Entwicklungsphase von Start-Ups unterstützt. Laut einer MIT Studie fliessen Frühfinanzierungen noch schneller. Indirekt ist ihnen auch der ökonomische Wachstum ihrer Regionen zu verdanken.

3. Early Stage Wettbewerb für VC steigt

Der Wettbewerb um die Startkapitalbeteiligung von Unternehmungen verstärkt sich. Denn durch Accelerator-Netzwerke und Co-Working Arbeitsplätze, sowie durch Crowdfunding Plattformen sind die Neuunternehmen bereits früh der Öffentlichkeit ausgesetzt. Und wegen den in die Höhe schiessenden Bewertungen im Silicon Valley eröffnet sich der Horizont von Investoren auf Internationale Ebene.
Für zahlreiche bekannte Investoren wie Andreessen Horowitz und Google Ventures lohnen sich Anfangsphasen-Investitionen nicht mehr. Deswegen wird ihr Fokus vermehrt auf Spätphasen-Projekte gerichtet. Laut dem Cambridge Associates Report, stammt aber der grösste Teil der Investmentgewinne seit 1995 aus Early-Stage Investitionen. Aus diesem Grund wird es für kleine und unbekannte Venture-Unternehmen umso wichtiger, Differenzierungsstrategien auszuarbeiten und sich einen Namen zu machen, um Early-Stage Startups für sich zu gewinnen.

4. Die Zahl der Kapitalanlagen steigt

Wie in der Grafik ersichtlich ist, steigen die Kapitalanlagen stetig. Für das Jahr 2016 ist weiterer Anstieg prognostiziert.

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5. Fortlaufendes Lernen wird für Investoren wichtig

Venture ist ein sehr lukratives Geschäft für Investoren. Und dennoch ist die Mehrheit nicht ausreichend über die Anlageklassen (asset class) informiert, weshalb diesbezüglich noch Skepsis herrscht.

Die Tage des blinden Investierens in die Top Zehn Startups sind gezählt. 2016 werden Family Offices und Vermögensverwalter sich bemühen, die wechselnden Kapitalströmungen zu erkennen und ihre Klienten bestmöglich zu beraten. Künftig werden sie sich auf die regionale und lokale Wirtschaft konzentrieren, um für Investoren die optimale Lösung zu finden.

6. Kleinere Fonds erhalten grössere Wertschätzung

Rekordverdächtige Unternehmungsbewertungen und die wachsende Konzernpräsenz in den grössten Investmentdeals beeinträchtigen die Chancen auf einen grossen Ertrag. Damit öffnen sich aber Türen auf kleinerer Ebene, was sich im 2016 im Venture Capital auszeichnen wird. Vor dem Jahr 2000 waren es die Top 10 Kapitalinvestoren, welche 90% der Industrieleistungen erbrachten. Laut eines Cambridge Associates Reports ist diese Annahme bei den Studienteilnehmenden noch aktuell. Der heutige Markt ist jedoch komplexer, sodass gewandtere und kleinere Fonds das Rennen führen. Handeln Investoren entsprechend, könnten attraktive Geschäftsmöglichkeiten entstehen.

7. Diversität in Investment Teams ist erwünscht

Die soziale Vielfalt soll konstruktiv genutzt werden, denn Studien besagen, dass vielfältige Investment-Teams bessere Erträge erzielen. Nebst dem Geschlecht sind die Dimensionen wie ethnische Gruppe, Nationalität, sexuelle Identität und Werdegang für die Zusammensetzung von erfolgreichen Teams sehr wichtig.

8. Wachsender Frauenanteil in der Geschäftsleitung wird vermehrt mit Top-Leistung assoziiert

Letztes Jahr veröffentliche die Investitionsfirma First Round eine Studie über ihre Zehnjährige Tätigkeit in der Industrie. Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist, dass weibliche Unternehmensgründerinnen ihre männlichen Kollegen übertreffen. Startups mit mindestens einer Frau in der Geschäftsleitung erbrachten 63% bessere Leistungen als reine Männer Teams. Weitere interessante Fakten bezüglich Frauen und Entrepreneurship: Jedes fünfte Startup hat mindestens eine weibliche Gründerin. Unter den erfolgreichsten Unternehmen starten Männer mir sechs mal mehr Kapital als Frauen. Frauen erschaffen Arbeitsplätze, wohingegen Männer diese reduzieren.

9. Gründungs- und Anlaufphasen-Finanzierungen sind ein lukratives Geschäft

Ob Crowdfunding Plattform, Businessangel oder Frühphasen VC, heute existieren zahlreiche Möglichkeiten zur Start-Finanzierung und das Jahr 2016 wird noch mehrere bringen. In den letzten Jahren war eine von fünf Investitionen eine Startkapital Finanzierung.

10. Die Mehrheit neuer Unternehmer sind Wiederholungstäter

In der Schweiz scheint die erste Welle der Startups schon erfolgreich bewältigt zu sein, das zeigt, dass zahlreiche, erfolgreiche Jungunternehmer heute bereits das zweite oder dritte Unternehmen gegründet haben – auch diese Personen sind spannend als Partner oder Venture Capital Finanzierer.
Mehr Informationen und Quelle: Inc.com

Tipps und Trick zum perfekten Startup-Pitch

Pitchen: eine Lebenseinstellung

Es geht nicht nur darum, eine Idee zu vermitteln, sondern darum jemand anderen zu einem bestimmten Handeln zu bewegen.

Der spontan-Pitch für Zwischendurch

Die Präsentation sollte maximal 12 Folien haben. Kannst du sofort und ohne nachzudenken, in einem Satz zusammenfassen, welchen Wert dein Unternehmen schafft? Deine spontane Vorführung muss griffig sein und die wesentlichen Fragen beantworten: Für wen und wie schaffst du Wert?

Weit mehr als Zahlen

Es geht nicht nur um Fakten. Du versucht eine mögliche Zukunft zu verkaufen. Aber wer kann schon in die Zukunft schauen? Also appelliere an das Herz der Zuhörer und nicht an den Verstand und die Logik.

Verstehe deine Zielgruppe

Informiere dich über sie. Finde heraus was für Erfahrungswerte diese Personen haben. Du musst auch dein Auftreten und deine Präsentation an das Zielpublikum anpassen.

Dein kreativer Rückzug

Eine gute Präsentation erfordert ungebremste Kreativität und messerscharfe Präzision deiner Gedanken. Ziehe dich also für die Vorbereitung an einen ruhigen Ort zurück.

In der Einfachheit liegt die Kraft

Einer der schlimmsten Fehler in einer Präsentation ist der Information-Overkill. Reduziere alles auf ein Problem und eine Lösung. Je einfacher du das komplexe Problem und deine effektive Lösung darstellen kannst, desto mächtiger ist deine Präsentation.

Aber die echte Herausforderung liegt darin, eine Idee ganz simpel darzulegen.

Power- Fragen machen den Unterschied

Stelle Fragen die zum Nachdenken anregen. Antworten geben kann jeder. Gute Fragen stellen nicht.

Das Werkzeug richtig nutzen

Der größte Fehler, den du machen kannst, ist deine Präsentation in Powerpoint erstellen zu wollen. Schreibe niemals direkt in Powerpoint, sondern übertrage deinen fertigen Entwurf. Es gibt nur drei grundlegende Regeln, die du in Powerpoint beachten musst:

  • Benutze genau drei Schriftgrössen: Gross, grösser und riesig
  • Keine einzige Animation, nirgendwo (lenken ab)
  • Eine Idee pro Folie

Kluge Wiederholung macht den Meister

Kenne deine Inhalte, deinen Spannungsbogen und deine Präsentation. Stelle dein Werk Mitgründern, Freunden, Verwandten oder Kontakten vor. Bitte um Feedback zu deinen Inhalten.

Der grosse Tag: Alles dreht sich um dich

Einen Abend zuvor entspannen und am grossen Tag pünktlich sein.

Mehr Tipps und Tricks gibts auf: http://t3n.de/magazin/perfekt-prasentieren-praxis-prima-pitchen-227529/

Was in keinem Businessplan steht

Jeder hat schon einen Businessplan geschrieben, allenfalls die Finanzierung gesichert oder angespart und steht dann vor dem Dilemma: was mache ich denn jetzt damit? Ideen sind in Prosa schnell formuliert, es mangelt an konkreten Massnahmen und deren Umsetzungen und das scheitert oft am grundlegenden Setup – nämlich dem im Kopf.

Denn bevor sich jemand selbständig macht, empfiehlt es sich die nachfolgenden Überlegungen zu machen. Aus eigener Erfahrung zeigt sich, dass wenn man die folgenden 5 Bereiche beachtet, man zumindest ein gutes Rüstzeug für den Start und eine entsprechende pragmatische Vorgehensweise gewählt hat.

  1. Nach Jim Collins (from good to great) sollte man sich nur mit einem Thema (selbständig machend) anfreuden, welches die folgenden SChnittmengen vereint. Fragen Sie sich also:
    1. Was liebe ich wirklich zu tun
    2. Wo habe ich ein ausgewiesenes Know-how oder Netzwerk
    3. Womit kann ich morgen Geld verdienen

Keine noch so gute Idee, obschon man sie mit Herzblut macht, wird von alleine Geld bringen, wenn man keine Kunden dafür findet oder sich das Preisgefüge nicht eruieren lässt. Darum gilt: wo kein Kunde, da kein Produkt. Wo keine Passion, da keine Aktion. Alternativ: suchen Sie sich ein Franchise oder eine Lizenz mit der Sie eine hohe Idenfikation aufweisen.

  1. Themen definieren und eingrenzen: Hat man sein Thema gefunden, in welchem man Expertise, Herzblut und kommerziellen Erfolg hat, gilt es dieses Thema mit Stichworten, Geschichten und Inspirationen anzureichen. Das kann geschehen über Blogs, Feedly oder Magazine wie Wired, Business Punk, Inc.com, Fast Company oder ausgewiesene Fachzeitschriften. Je mehr Stichworte man sammelt umso einfacher wird es das Thema einzugrenzen und in seiner Gesamtheit zu erfassen. Schreiben Sie darüber – und schon werden Sie den ersten Blogbeitrag oder Zeitungsartikel haben mit welchem Sie auf Freunde und Familie zugehen können. Wenn es jemand aus Ihrem Umfeld versteht ohne nur höflich zu sein, haben Sie diese Hürde bereits meisterhaft genommen.
  1. Den idealen Kunden definieren – und den nicht passenden Kunden auch mit Mut ausschliessen. Natürlich gibt es den perfekten Kunden nicht, genau so wenig wie man von Anfang an wissen kann, was das perfekte Produkt ist. Alles ist ein Prozess. Aber hat man seinen Nukleus (Punkt 1) gefunden, sein Thema eingegrenzt und angereichert (Punkt 2), so muss man nun den idealen Kunden für dieses Thema oder gar Produkt definieren. Dieser Kunde hat ein Alter, eine Position, einen Werdegang, ein Bedürfnis und eine dedizierte Ansprache. Ganz wichtig auch hier: ausschliessen. Kein Produkt eignet sich für eine Kindergartenlehrerin und einen Piloten gleichermassen (Facebook und whatsapp ausgenommen, aber bleiben wir realistisch). Wer bei Punkt 1 bereits gut gearbeitet und den Kunden skizziert hat und bei den Themen streng genug war, wird e shier einfacher haben.

Hinweis: der erste Kunde ist der schwerste – die erste 5stellige Rechnung übrigens auch.

  1. Visualisieren – es mag seltsam klingen, aber wer eine Vision hat, sollte diese auch visualisieren. Nicht in Form eines Mission Statements (Wir wollen unseren Kunden perfekten Service bieten – na hoffentlich auch), sondern in Form von Bildern oder Mindmaps zu den Themen:
  1. Wie will ich arbeiten – wie sieht mein Arbeitsalltag aus
  2. Mit welchen Kunden spreche ich, wie sehen sie aus, was tun sie
  3. Wie gross soll mein Unternehmen werden, welche Menschen will ich darin sehen
  4. Wie soll meine Freizeit aussehen, meine Worklife Balance – was bringt mir den Ausgleich

Arbeiten Sie mit Bildern, mit (Vor-)Bildern, mit Zeichnungen, mit Zeitschriften und bauen Sie ihr eigenes Moodboard und reichen Sie es mit Stichworten. Keine leeren Phrasen, sondern Worte und Ziele: wie viele Kunden, wie lange brauchen Sie, wie wollen Sie verglichen und wahrgenommen werden?

  1. Zu guter Letzt: Fake it until you make it: nein niemand hat von 0 auf 100 angefangen und selbst Larry Ellison hatte für Oracle angegeben, dass über 30 Personen für das Unternehmen arbeiten (es waren in Wahrheit 5) und seine Version 2.0 war in Tat und Wahrheit höchstens eine Version 1 (oder ein Beta wie es von den Entwicklern intern genannt wurde). Wer sich jedoch als 1 Personen Firma präsentiert und tief stapelt wird auch so aufgenommen. Ich sag nicht, man soll angeben eine AG mit 100 Mitarbeitern zu sein, vielmehr sollte man mit genügend Selbstbewusstsein zu einem Kunden hingehen können und guten Gewissens sagen: mein Team und ich bringen das fertig – der Kunde wird bezahlen, das Team kann aufgebaut werden. Auch bei Visitenkarten, Websiten und entsprechender Beantwortung von E-Mails: der Startup Groove ist cool unter Studenten, wenn Sie kommerziell agieren wollen, präsentieren Sie sich auch so.

Abschliessend kann ich nur noch sagen: fangen Sie an, heute, jetzt. Mit etwas kleinem, einem Blog. Auch die einzelnen Schritte können Sie in Blogbeiträgen abhandeln, es wird Ihnen helfen es so zu formulieren, dass Sie mit gutem Gewissen nach Draussen gehen werden. Sollten Sie das nicht können: zurück zu Frage 1.

Bonus: die Finanzierung: wer finanziert mein Startup? Jetzt auf www.rogerbasler.com nachlesen