Wie sieht die Arbeitswelt der Zukunft aus?

Diese äusserst interessante Frage versucht das Beratungsunternehmen Pricewaterhouse-Coopers mit einer erst kürzlich erschienen weltweit angelegten Studie nach bester Möglichkeit zu beantworten. Bei dieser Studie wurde die generelle Befindlichkeit von Arbeitnehmern untersucht und zugleich werden 4 mögliche Zukunftsszenarien für die postmoderne Arbeitswelt vorgestellt.

Der zunehmende demografische Wandel und die stets fortschreitende Technologisierung bewirken grundlegende Veränderungen für die Arbeitswelt der Zukunft und stellt Arbeitnehmer vor grosse Herausforderungen. Doch überraschenderweise kam die Studie zu dem Ergebnis, dass überwältigende 74 Prozent der Befragten Arbeitnehmer weltweit bereit sind sich in einer rapide verändernden Arbeitswelt die dafür nötigen Fähigkeiten aneignen bzw. sich sogar bei Notwendigkeit dem Opportunismus hingeben zu wollen und beispielsweise auch vollständige Umschulungen in Betracht ziehen würden. Zudem kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass der überwiegende Teil der an der Studie teilnehmenden Arbeitnehmer die Meinung vertritt selbst für ihre Fortbildung verantwortlich zu sein und diese Verantwortung nicht auf den jeweiligen Arbeitgeber überträgt.

Dies sind wesentliche Ergebnisse der von Pricewaterhouse-Coopers durchgeführten Studie „Workforce of the future: the competing forces shaping 2030” bei der laut eigenen Angabe weltweit rund 10.000 Arbeitnehmer zu verschiedensten Themen in Bezug auf die mögliche Situation der Arbeitswelt im Jahr 2030 befragt wurden. Dieses Resultat bestätige laut den Autoren der Studie die Tendenz zum kontinuierlichen berufsbegleitenden Lernen seitens der Arbeitnehmer mit dem Ziel in einer Welt der fortschreitenden Technologisierung Schritt halten zu können und am Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Im Detail wurden seitens der Studienautoren mögliche Szenarien für das Jahr 2030 analysiert, um zu ermitteln, wie konkurrierende Kräfte, einschliesslich der Automatisierung, die Arbeitskraft der Zukunft formen. Hierbei ist zu beobachten, dass 65 Prozent der Befragten der Meinung sind, dass Technologie generell ihre Karrierechancen verbessert wobei jedoch auch interessant ist, dass Arbeitnehmer aus den USA und Indien diesbezüglicher zuversichtlicher sind als jene in Europa. Dennoch sind beinahe 3/4 der Studienteilnehmer der Meinung, dass Technologie nie in der Lage sein wird die menschliche Intelligenz vollends zu ersetzen.

Weiters sei zu erwähnen, dass 37 Prozent der Teilnehmer der Digitalisierung eine gewisse Skepsis entgegenbringen und Befürchtungen haben, dass ihr Arbeitsplatz durch die zukünftige Automatisierung gefährdet ist. Dieser Wert war 2014 noch bei 33 Prozent.

Daher ist es nicht überraschend dass 56 Prozent der Befragten der Meinung sind, dass die jeweiligen Regierungen entsprechende Massnahmen ergreifen sollen um Arbeitsplätze vor der drohenden Automatisierung zu schützen.

„Angst bremst die Zuversicht und die Bereitschaft zur Innovation. Arbeitgeber müssen ihre Mitarbeiter in die Technologiedebatte einbeziehen. Nur so können diese verstehen, welche Auswirkungen die Technologie auf ihre Arbeitsplätze in der Zukunft haben kann, sich darauf vorbereiten und sich bei Bedarf fortbilden. Unternehmen dürfen diese bevorstehenden Änderungen nicht unterschätzen“, sagt Bianca Flaschner, Leader Human Ressource Management People and Organisation bei PwC Österreich.

Zudem präsentiert die Studie auch Konzepte für 4 potentielle Arbeitswelten des Jahres 2030. Damit sollen die möglichen Resultate veranschaulicht werden, die sich innerhalb der kommenden 10 Jahre „aufgrund der Auswirkungen von Megatrends, künstlicher Intelligenz, Automatisierung und maschinellem Lernen entwickeln können“. Hierbei werde prognostiziert wie sich Arbeitnehmer in den jeweiligen Teilbereichen assimilieren, aber auch in welchem Ausmass die Technologie jede dieser Welten beeinflussen wird.

Folgende Welten wurden im Rahmen der Studie vorgestellt:

Gelbe Welt: Fokus auf Menschen und Menschlichkeit. Community Businesses florieren und Crowdfunding hilft ethisch einwandfreie Märkte zu schaffen. Im Mittelpunkt steht auch die Suche des Menschen nach Bedeutung. Die Rede ist von einer grossen Loyalität von Arbeitenden zu Menschen mit denselben Fähigkeiten und auch grundsätzlich sei diese „Welt“ die perfekte Basis zur Ausbildung neuer Arbeitergilden mit dem Vorbild des Mittelalters. Dies würde den Arbeitern, statt der Arbeitgeber, Berufstraining und andere Vorteile bieten.

Rote Welt: Ähnlichkeit mit der heutigen Arbeitswelt. Durch eine weniger soziale Ausrichtung „werde der perfekte Inkubator für Innovation geschaffen“. Neue Produkte und Geschäftsmodelle werden ungebremst von Regulierungswächtern mit rasanter Geschwindigkeit produziert was für die arbeitende Bevölkerung jedoch bedeutet, dass Spezialisierung äusserst wichtig erscheint und berufliche Laufbahnen auf spezielle Fertigkeiten, Erfahrungen und Netzwerke gebaut sind.

Organisationen mit keinen oder wenigen Arbeitern sind die Norm und stattdessen werde Technologie zur Wertschöpfung verwendet. Von Arbeitern werde hohe Spezialisierung, Reisebereitschaft und Beschäftigung auf Projektbasis erwartet.

Blaue Welt: Unternehmen verwenden ihre Grösse und ihren Einfluss zur Anhäufung von Macht und instrumentalisieren diese auch um sich beispielsweise vor etwaiger Konkurrenz zu schützen. Die Möglichkeit besteht, dass Unternehmen mächtig genug werden um die Grösse und den Einfluss ganzer Nationen zu übertreffen. Der Leistungsdruck für Arbeitende ist allgegenwärtig und „unerbittlich“. Der Wert eines Menschen werde darüber bestimmt wie wertvoll seine Fähigkeiten für die Wirtschaft sind. Diese werden jedoch bei entsprechenden Fähigkeiten auch dementsprechend entlohnt.

Ein Lichtblick: In dieser Welt würden auch Institutionen wie zb. Kindererziehung, Altenpflege oder auch das Gesundheitssystem dem Zuständigkeitsbereich der mächtigen Corporates untergeordnet sein. Laut Studie müssten arbeitende Personen dafür mit dem Preis der persönlichen Freiheit bezahlen: Unternehmen würden auf „obsessive Weise“ messen, zu welchem Zeitpunkt sich deren Mitarbeiter wo aufhalten und darüber hinaus werden Daten zu individueller Leistung und Gesundheit gespeichert.

Grüne Welt: „Corporate Responsibility“ ist ein Grundwert des Geschäftsmodells und Unternehmen verstehen sich als offene, kollaborative Organisationen die sich selbst in die Verantwortung nehmen Mitarbeiter und die Entwicklung lokaler Communities zu unterstützen. Vertrauen sei in dieser Welt die „grundlegende Währung“ im Geschäftsleben. Davon profitieren vor allem Angestellte die dadurch ihr Privatleben familienfreundlich gestalten können und dazu eingeladen werden an sozialen Projekten teilzunehmen. Durch die enge Verbundenheit mit dem Unternehmen und das Vertrauen in gerechte Bezahlung vertreten und leben Mitarbeiter auch die Werte des Unternehmens. Wesentlich in der „grünen Welt“ sei zudem auch ethisch und moralisch einwandfreies Verhalten.

Was steckt hinter der digitalen Transformation (2)

Digitale Transformation und die damit verbundene Vernetzung der Produktionsketten

Industrie 4.0: Unter diesem Schlagwort versteht man vereinfacht ausgedrückt die Vernetzung von Maschinen, Menschen, Anlagen, sowie Logistik und Produktion. Beispiele dafür sind folgende Unternehmen mit ihren jeweiligen Plattformen: General Electric (Predix), Relayr (Start-up), Siemens (Mindsphere) oder auch Thingworx. Zur gleichen Zeit arbeiten aber auch viele andere Unternehmen an ihren eigenen IoT Plattformen um eine drohenden Abhängigkeit von einigen wenigen Konzernen zu umgehen.

Ziel dieses Systems ist schlussendlich ein Datenaustausch über alle Stufen der Produktion.

Auch der Begriff des „digitalen Zwillings“ ist ein in diesen Zeiten häufig verwendeter und wichtiger Begriff. Er bezeichnet den detailgetreuen digitalen Nachbau einer Produktionsanlage mittels eines 3D-Models, welches alle Eigenschaften der realen Maschine simuliert. Sensoren sorgen dafür, dass ständig Daten zwischen dem realen und virtuellen Zwilling ausgetauscht werden.

Die Vorteile davon umfassen unter anderem das frühzeitige Erkennen von etwaigen Produktionsfehlern in der Simulation, höhere Produktvielfalt und Flexibilität oder auch die schnellere Inbetriebnahme von Produktionsanlagen.

Digitales Management

Flexibilisierung und schnelle Reaktionen auf dem Markt sind feste Bestandteile eines im digitalen Zeitalter erfolgreichen Unternehmens. Dies erfordert eine ganz bestimmte Eigenschaft: Agilität.

In der Forschung „Digital Leadership“ genannt, steht neben einer erhöhten Agilität auch ein starker Fokus auf den Kunden. Passend dazu ist der Begriff des „Design Thinking“, dessen Ziel es ist aus der Sicht des Anwenders mögliche neue Lösungsmöglichkeiten zu finden. Auch „Rapid Prototyping“ fällt einem bei diesem Thema ein:  Das rapide Erstellen und darauffolgende Verwerfen von Prototypen mit 3D-Druckern. Big Data hilft dabei gewonnene Erkenntnisse effizient zu verarbeiten und Produkte mit den Ergebnissen besser auf den Kundennutzen hin entwickeln zu können.

Auch das Konzept des Minimal-Viable-Products (MVP) ist passend zu diesem Thema ein wichtiger Begriff, der die frühzeitige Markteinführung eines Produkts beschreibt, welches anschließend durch Kundenfeedback ständig weiterentwickelt wird.

Diese Taktik kann unter anderem regelmäßig bei der bekannten Gamingplattform Steam beobachtet werden, wo viele Spiele von kleineren Unternehmen oder Start-Ups oftmals bereits in frühen Stadien der Produktion mit einem noch günstigeren Preis, welcher mit Fortschritt der Entwicklung ständig steigt, zum Verkauf angeboten werden und anschließend mithilfe von Kundenrückmeldungen und engem Kontakt mit der Community stetig zum Endprodukt weiterentwickelt werden.

Bei größeren Unternehmen sollte jedoch aufgrund von möglichen Rufschädigungen bei etwaiger Kundenunzufriedenheit eher auf Fokusgruppen gesetzt werden statt das MVP direkt auf den Markt zu bringen.

Auch das Gründen von Töchterfirmen mit eigenen Marken abseits der eigenen Konzernstrukturen ist eine Option um neue Konzepte mit geringerem Risiko schneller ausprobieren und auf den Markt bringen zu können.

Die Dynamik des exponentiellen Fortschritts

Viele Manager unterschätzen die rasante dynamische Entwicklung des technischen Fortschritts was oftmals zu bösen Überraschungen führen kann. Dies ist immer wieder dem sogenannten Tipping Point geschuldet, welcher den nach einer längeren langsam fortschreitenden Entwicklung aufkommenden Punkt beschreibt, an dem plötzlich alles ganz schnell geht. Matthias Müller (Volkswagen-Chef) bezeichnete selbstfahrende Autos 2015 beispielsweise noch als „Hype“.

Die ständige Weiterentwicklung technischer Errungenschaften steigt nicht linear, sondern exponentiell, weswegen Tempodifferenzen auch jederzeit auftreten können. Gerade deswegen ist es für jeden Manager und Unternehmer von äusserster Wichtigkeit stets aufmerksam auf die Digitalisierung zu blicken und bei Bedarf schnell und präzise zu reagieren um mit der Konkurrenz Schritt zu halten und jede Möglichkeit der Effizienzsteigerung des eigenen Unternehmens auch zu nutzen.

Die Dynamik von Netzwerken und Plattformen

Der sogenannte Netzwerkeffekt beschreibt das automatische Profitieren jedes Mitglieds von anderen Mitgliedern des Netzwerks wie beispielsweise auf Facebook, Whatsapp, Uber oder auch Amazon: Der für Kunden attraktive Marktplatz ist jener mit den meisten Anbietern – und im Gegensatz dazu für Anbieter natürlich die Plattform mit den meisten Nachfragen.

Digitale Plattformen wie eben erwähnte finden sich daher oft in der Gatekeeper-Funktion wieder, welche sie dazu ermächtigt die Regeln ihres jeweiligen Marktes selbst zu bestimmen.

Dies lässt sich auch in anderer Hinsicht bei Google beobachten: Die Suchmaschine mit den meisten Suchanfragen verfügt logischerweise über die meisten Daten und kann diese wiederum dazu verwenden bessere Suchergebnisse anzuzeigen. Dies führt zu noch mehr Nutzern und maximiert daher den Profit sowie den Erfolg weiterführend.

Treffend ausgedrückt wurde dieses Phänomen von der New York Times, welche schrieb: „KI ist eine Branche in der Stärke Stärke erzeugt.“

Daten sind Macht und je mehr man davon hat, desto mehr kann man verarbeiten und schließlich auch bessere Produkte herstellen und größere Talente anziehen welche durch Innovationen wiederum zu besseren Produkten und mehr Daten beitragen.

Die Macht von Plattformen wie Google, Facebook und Amazon und welche Auswirkungen diese auf ihr eigenes Unternehmen haben sollte jeder Unternehmer bedenken und etwaige Reaktionen darauf in Betracht ziehen um die eigene Unabhängigkeit so gut wie möglich zu bewahren und den eigenen Erfolg nicht vollständig von diesen oder anderen Plattformen abhängig zu machen.

Social Media

Ein Social Media Auftritt auf den erfolgreichsten und aktivsten Plattformen ist heutzutage für jedes ambitionierte Unternehmen beinahe unumgänglich und stellt einen wichtigen Bereich des Marketings dar. Besonders für Hersteller von Konsumenten-Produkten ist das dortige Kundenfeedback äusserst wertvoll und lässt sich anschließend dank der Digitalisierung auch mit Tools wie beispielsweise Hootsuite, Sprinklr oder auch der Marketing-Cloud von Salesforce analysieren.

Doch auch für Hersteller von B2B Produkten ist es ratsam auf Social Media Plattformen aktiv zu sein um Kunden, Geschäftspartnern und Bewerbern einen guten und modernen Eindruck zu vermitteln. Dies ist insbesonders im Rahmen der Digitalisierungswelle eminent.

Weitere Verhaltensregeln umfassen eine stets freundliche und lockere Kommunikation und das Vermeiden des kommentarlosen Löschens von negativen Beiträgen da dies schneller als man glaubt zu einem gewaltigen Shitstorm führen kann.

Prinzipiell bleibt zu sagen: Ein bedachter Umgang mit Social-Media-Kanälen ist sehr wichtig. Besonders im Hinblick darauf, dass jegliche Posts in erster Linie dem Rezipienten und nicht der Botschaft, welche das Unternehmen gerne über sich verbreitet sähe, nutzen.

Digitale Plattformen als Absatzkanal

Durch die rasante digitale Entwicklung entstehen ständig neue Möglichkeiten und Chancen: So zum Beispiel Absatzmärkte wie beispielsweise China wo für den B2B-Handel Alibaba und für den B2C-Handel Wechat die wichtigsten Plattformen darstellen.

Doch auch außerhalb Chinas existieren B2B-Plattformen wie beispielsweise Mercateo, Amazon Business oder auch Fachportale wie Toolineo (Professionelle Handwerker) auf denen je nach Unternehmen neue Kundengruppen erschlossen werden können.

Beim Wunsch der Internationalisierung eines Unternehmens kann es ratsam sein ein erfolgreiches Beratungsunternehmen zu beauftragen um die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Was steckt hinter der digitalen Transformation (1)

Die digitale Transformation schreitet unaufhaltsam voran und macht dabei vor niemandem halt. Umso wichtiger ist es daher auch für jedes Unternehmen Schritt zu halten und auf diesem Weg nicht zurückgelassen zu werden. Doch was steckt eigentlich hinter der digitalen Transformation und welche Veränderungen muss ein Konzern in die Wege leiten um sich in dieser neuen Welt beweisen zu können?

Digitalisierung stellt für viele Manager und Unternehmer ein beinahe gefürchtetes Wort dar, da es suggeriert etwas tun zu müssen wobei jedoch viele Verantwortliche keine genau Vorstellung davon haben was sie an ihrem Betrieb verändern müssen.

Fakt ist: Digitalisierung bedeutet für jedes Unternehmen etwas anderes. Jedoch gibt es durchaus auch Fragestellungen, denen sich jeder Konzern stellen muss. In weiterer Folge werde ich hier einen Leitfaden auflisten, der zur Orientierung in diesen aufregenden Zeiten dient.

Software

Moderne Softwarelösungen sind im Zeitalter der Digitalisierung essenziell und stellen daher einen wichtigen Eckpfeiler im Digitalisierungsprozess jedes Unternehmens dar. Ein Betrieb der heutzutage beispielsweise noch E-Mails zur Koordinierung der Zusammenarbeit verwendet oder noch weitreichend auf Microsoft Excel setzt ist noch weit entfernt davon in der modernen Welt angekommen zu sein.

Heutzutage wird Zusammenarbeit durch Apps wie dem höchst populären Slack oder auch Alternativen wie beispielsweise Zulip, Spark oder Pidgin koordiniert. Auch bei vielen Aufgaben, für die bisher Excel verwendet wurde, gibt es mittlerweile zahlreiche besser geeignetere Programme, die effizienter arbeiten und passender für den jeweiligen Bereich sind.

Weitere Fragen die sie sich als moderner Unternehmer stellen sollten sind beispielsweise:

Wird zur Kundenverwaltung ein modernes und verlässliches CRM-System verwendet, auf das Mitarbeiter auch unterwegs Zugriff haben?

Werden die wichtigsten Kennzahlen durch eine Business-Intelligence-Lösung auch mobil zur Verfügung gestellt?

…und viele weitere.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass der erste und sogleich wichtigste Schritt im Digitalisierungsprozess definitiv die Modernisierung der verwendeten Software darstellt.

Auch On-Premise-Lösungen (am PC installierte Software) durch Public-Cloud-Lösungen zu ersetzen ist ein weiterer Schritt zur Modernisierung eines Unternehmens.

Bei einer vom Beratungsunternehmen McKinsey ausgeführten Umfrage unter zahlreichen Unternehmen wurde festgestellt, dass sich damit die Ausrollzeit neuer Produkte deutlich verkürzt und auch die Kosten für die Serverinfrastruktur drastisch gesenkt werden können.

Ein weiterer Vorteil von Software-as-a-Source-Lösungen (Saas) ist zudem definitiv die Möglichkeit auch unterwegs mit dem Smartphone oder Tablet auf die Daten zugreifen zu können. Auch die erhöhte IT-Sicherheit und eine schlankere IT-Administration spricht gerade bei KMUs für Public-Cloud-Lösungen.

Auch die automatischen Updates seitens der Software Anbieter und die dementsprechende Aktualität dieser auf allen Servern stellt einen weiteren Pluspunkt dar. Bei der Speicherung personenbezogener Daten ist jedoch stets darauf zu achten in welchem Land der Server des Anbieters steht um etwaigen Datenschutzkonflikten aus dem Weg zu gehen.

Big Data

Die elektronische Messung von Erfolg ist heutzutage eine Leichtigkeit und zudem äußerst hilfreich um beispielsweise den Erfolg von Gutscheinaktionen im Marketing-Bereich zu messen.

Lieferando Gründer Christian Gerber hat im Falle der Gutscheinaktionen mit seinem Start-Up Talon One eindrucksvoll bewiesen, wie einfach es im Zeitalter der Digitalisierung ist Erfolg zu messen.

Doch auch in anderen Bereichen ist es mittlerweile ohne weiteres möglich Dinge durch Software messen zu lassen: Vom Marketing über Produktion bis zur Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit. Bei zuletzt genanntem Beispiel existiert beispielsweise die Employee Engagement Software Officevibe.

Definitiv im Zentrum der Digitalisierung vieler Unternehmen stehen Datenerfassung und deren Auswertung. Die Relevanz der einzelnen Daten hängt dabei stets vom jeweiligen Unternehmen ab. Bei industriellen Anlagen spielt beispielsweise Predictive Maintenance (datengetriebene Frühwarnsysteme, die eine Wartung von Anlagen anzeigen, bevor diese ausfallen oder fehleranfällig werden) eine entscheidende Rolle.

Bei vielen dieser datenbezogenen Themen ist es natürlich meistens notwendig neue vernetzte Sensoren zu installieren, die dem Internet of Things (IoT) zugerechnet werden.

Daten sind in jedem Unternehmen allgegenwärtig, wobei das Problem oftmals das Fehlen passender Software ist um diese detailliert auszuwerten und schlussendlich auf Basis dieser Auswertungen informierte Entscheidungen zu treffen.

Das HIPPO System („highest paid persons opinion“) muss hierbei durch Business Intelligence, also die systematische Auswertung der gesammelten Daten mit Software, abgelöst werden.

Ein wichtiges Stichwort bei diesem Thema ist „maschinelles Lernen“ bei dem großen Mengen von Daten über tiefe Schichten künstlicher neuronaler Netze verarbeitet werden. Diese Technik ist prinzipiell relativ simpel, erfordert jedoch besonders schnelle und optimalerweise auch spezialisierte Prozessoren. Bei der Datenauswertung können AI-Lösungen wie beispielsweise IBM Watson hilfreich sein.

Digitalisierung und die damit verbundene Individualisierung

Wo es früher für Unternehmen noch vorrangig um die Produktion von Gütern ging, welche in einer Zeit der Knappheit stets Abnehmer fanden, ist der Marketingbereich in den letzten Jahrzehnten immer präsenter und wichtiger geworden.

Im Zeitalter der Digitalisierung zählen Kundenwünsche, Individualität und zielgerichtetes Marketing im Gegensatz zu Massenproduktion von Gütern.

Wegweisend für diese Veränderungen könnte sich der 3D-Drucker erweisen: Bei fortschreitender Preissenkung dieser Systeme könnten massgefertigte, individuell gestaltete Produkte ein Comeback erleben. Dies ist dadurch möglich, dass bereits kleinste Änderungen in der Software eines 3D-Druckers unterschiedlichste Ergebnisse entwickeln können. Ein Schlüsselbegriff hierbei ist die additive Fertigung.

Diese lohnt sich bisher nur bei Bauteilen welche, wie beispielsweise im Flugzeugbau, nur in kleinen Stückzahlen gefertigt werden. Doch mit der immer günstiger werdenden Technik kann sich dies schnell ändern und auch auf andere Bereiche ausweiten.

Auch der digitale Absatzkanal bietet durch zielgerichteteren Vertrieb und Marketing neue Chancen für die Individualisierung im Gegensatz zum klassischen Marketing.

Teil 2 dieses Artikels folgt in Kürze…

 

Was macht ein Businessangel?

Business Angels sind im Gegensatz zu Venture Capitalist (Firmen) oftmals Personen (oder Institutionen), welche Startups in einer frühen Phase Eigenkapital (und zwar eigenes Geld) zur Verfügung stellen.

Es handelt sich daher um Eigenkapitalgeber mit Rechten und Pflichten. Allerdings stellen Business Angels oft nicht nur Kapital zur Verfügung, sondern auch wertvolles Know-How und dabei helfen sie den Startups aktiv – man spricht von Smart Capital.

Bei Business Angels handelt es sich oft um ehemalige erfolgreiche Gründer, ehemalige CEOs, CFOs, Ex-Banker oder UnternehmerInnen, welche in der Vergangenheit selbst ein Unternehmen erfolgreich aufgebaut und anschliessend verkaufen konnten. Mit den Erträgen aus Unternehmensverkäufen, Sparen, Immobilien oder Boni beteiligen sie sich nun an den diversen Start-Ups oft im Mix mit anderen Beteiligungen.

In der Schweiz gibt es die folgenden Vereinigungen von Business Angels:

  • BAS Schweiz (Business Angels Switzerland). An rund 30 Dinner Meetings pro Jahr treffen wir uns in den drei Regionen Bodensee, Romandie und Zürich mit 70 bis 80 Start-ups, wovon fünf bis zehn finanziert bzw. co-finanziert werden. Seit der Gründung unseres Vereins im Jahre 1997 haben unsere Mitglieder rund 100 Start-ups mitfinanziert und tatkräftig unterstützt.
  • StartAngels (startangels Schweiz). Die Mitglieder des StartAngels Networks investieren als Einzelpersonen auf eigene Rechnung zusammen mit mehreren StartAngels im Rahmen von Co-Investitionen. StartAngels Investoren suchen Early Stage Unternehmen verschiedener Branchen in der Schweiz und beteiligen sich pro Mitglied typischerweise mit einer Investition von CHF 50 bis 200k. Bei Co-Investitionen kann das Gesamtinvestment CHF 1 bis 2 Mio. betragen.
  • Business Angels beim SECA (SECA – Swiss Private Equity Corporate Finance Association). Die SECA hat das Ziel, die Private Equity- und Corporate Finance-Aktivitäten gegenüber den massgebenden Zielgruppen und in der Öffentlichkeit zu vertreten. Zudem werden der Austausch von Ideen und die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern und deren Kundschaft gefördert.
  • GoBeyond, auf Englisch mit Fokus FinTech (GoBeyond) Go Beyond Investing is a FinTech company transforming angel investing into a new scalable asset class for small and large, novice to experienced investors. It offers a unique deal platform, portfolio tools, syndication/pooling, due diligence, investment monitoring services, training and certified deal leaders.
  • AngelinvestNetwork (AngelInvestNetwork). Wir verbinden deutsche und internationale Unternehmen und Business Angels.

Wo besteht der Unterschied zu Venture Capitalist (kurz VCs, sprich „WiiSii“)? VC sind Business Angels sehr ähnlich. Aber hier handelt es sich nicht um Einzelpersonen, sondern Firmen oder professionelle Fondsgesellschaften, die sich auf Investitionen in Start-Ups spezialisiert haben.

VC stellen Gründern Eigenkapital ebenso wie ein intensives Coaching während der nachfolgenden Wachstumsphasen zur Verfügung. Venture Capitalists suchen ihre Investitionsobjekte nach einem stark institutionalisierten Verfahren aus. Meistens sind Venture Capitalists an Start-Ups aus der Technologie oder Internetbranche interessiert, da diese grosse Skalierungsmöglichkeiten und damit auch Returns abbilden können.

Hier gibt es vor allem BrainsToVenture zu erwähnen, welche selbst zahlreiche Investoren haben, die mal Unternehmer und Startupper waren.

Was alle Startups benötigen: ein solides Geschäftsmodell. Wir helfen gerne weiter.

 

Was Personaler morgen beachten müssen

Laut einer LinkedIn Studie werden dieses Jahr zwei Themen im Personalwesen zentral: Die Qualität der Neueinstellungen und die Mitarbeiterbindung. Die Mehrheit der befragten HR-Fachkräfte sehen die „Qualität der Neueinstellungen“ als wichtigstes Kriterium zur Leistungsmessung. Damit verlieren die Leistungsmerkmale „Zeit bis zur Besetzung der Stelle“ und „Zufriedenheit der Personalentscheider“ im Vergleich zum Vorjahr an Wichtigkeit. Über die Hälfte der teilnehmenden Unternehmen messen die Qualität der Neueinstellungen mithilfe von Statistiken. Grundsätzlich besteht jedoch die Nachfrage nach effektiveren Messungsmethoden.

Eine der grössten Hürden zur Gewinnung von Top-Mitarbeitern ist die Konkurrenz. Deswegen werden sich Unternehmen vermehrt auf die Entwicklung ihrer Arbeitgebermarke konzentrieren. Um die Marke zu stärken, wird Personalern eine enge Zusammenarbeit mit der Marketingabteilung empfohlen. Der Einsatz von richtigen Tools ist zur Markenbildung und Mitarbeitergewinnung weiterhin von grosser Bedeutung. Gemäss Studie sind dies Online-Stellenbörsen, eine eigene Karriere Website und berufsbezogene soziale Netzwerke.

Die in der HR-Branche fortschreitende Technik wird der Personalmarketing-Effizienz sowie die Arbeitgebermarke zur Optimierung verhelfen, Lösungen wie whatchado oder equipia könnten hier natürlich helfen.

Nach Aussage von Jan Kirchner, Employer-Branding und Personal Marketingspezialist, kann durch die Einführung von HR-Web-Analytics erstmals die Effizienz des Budgets und der Marketingmassnahmen gemessen werden. Zudem ermöglicht die Kombination von „Data-Driven Recruiting“ und „Realtime-Bidding“ die Automatisierung des Personalmarketings. Datenbasierende Personalmarketing-Strategien können entwickelt und die Bewerber-Conversion der Karriereseiten verbessert werden. So versorgt dann das „Job-Multiposting“ nach dem „Real-Time-Bidding“ verfahren die Karriereseiten automatisch mit potentiellen Bewerbern.

Die zweite Erkenntnis der Studie ist die Massnahme zur „langfristigen Bindung von Mitarbeitern“. Bestehende und potenzielle Mitarbeiter sollen dem Unternehmen erhalten bleiben. Zur gegenseitigen Stärkung der Beziehung wird zunächst ein ansprechendes Arbeitsklima aushelfen. Darüber hinaus wird die interne Stellenbesetzung, und damit verbundene Aufstiegs- und Karrierechancen, zur Mitarbeiterbindung durchaus eine wichtige Rolle spielen.