Welche Businessmodelle gibt es?

Erfolgreiche und innovative Geschäftsmodelle in der heutigen Digitalen Zeit zu kreieren ist schwierig. Denn die Welt verändert sich deutlich schneller als von den meisten Geschäftspersonen wahrgenommen wird. Das Zeitfenster für Innovationen beträgt heutzutage 6 bis 24 Monate. Eine kurze Zeit für eine ausgereifte Geschäftsidee.

Viele Unternehmen denken nur daran, mit der Konkurrenz mitzuhalten, um bestehende Produkte weiterzuentwickeln; wie wird es schneller, leichter, günstiger und smarter. Es gibt aber selten Unternehmen, die es in diesem kurzen Zeitfenster schaffen, die Geschäftsmodelle zu innovieren.

Die Universität St. Gallen hat einen Katalog von 55 verschiedene Businessmodellen erarbeitet, um die Industrie 4.0 zu innovieren.

Nachfolgend ein paar Beispiele:

Businessmodell AIKIDO

Aikido ist eine japanische Kampfkunst, in der die Stärke des Angreifers gegen ihn selbst verwendet wird. Als Geschäftsmodell angewendet bedeutet dies, dass ein Unternehmen ein Konzept anbietet, dass gegensätzlich zum Schema der Konkurrenz steht. So wird für eine bestimmte Zeit ein Konkurrent kampfunfähig gemacht und das Unternehmen gewinnt an Zeit, um ein neues Produkt zu entwickeln und sich für den neuen Kampf auszurüsten. Weitere Informationen zur gezielter Anwendung des Geschäftsmodells: Gibts bei Schweizer Versicherung hier

Businessmodell HIDDEN REVENUE

Die Denkweise, dass der Kunde für die Einnahmen des Unternehmens sorgen, wird verworfen. Stattdessen werden dritte Parteien die wichtigste Einnahmequelle. Während der Umsatz vom Verkauf der Produkte und Dienstleistungen an Kunden kaum sichtlich ansteigt, gewinnt die Vermietung und Vermarktung von Werbefläche an Dritte an Attraktivität. Für Unternehmen wird der Zusatzumsatz ein lukrativer Weg, um die Einnahmen zu steigen. Nachzulesen hier.

Businessmodell LEVERAGE CUSTOMER DATA

Durch das Sammeln von Kundendaten und deren Verarbeitung, werden für den internen Gebrauch oder für interessierte Dritte Parteien neue Werte geschaffen. Dieses Geschäftsmodell gewinnt einen hohen Stellenwert für die zukünftigen Strategieentwicklungen. Durch die Auswertung kann man spezifisch und genau auf Kundenwünschen eingehen. Zukünftig wird es kaum Daten geben, die nicht ausgewertet werden (Big Data).

Businessmodell EXPERIENCE SELLING

Zusätzlich zum Kauf des Produkts oder Dienstleistung, wird ein Erlebnis oder eine Erfahrung angeboten. Man ködert die Kunden mit Zusätzlicher Bereicherung – der Kunde fühlt sich gut, weil er 2 für eins bekommen hat und wird sich somit überlegen, wieder zu kommen. Je mehr der Kunde mit z.B 2 für eins angesprochen wird, umso häufiger wird er zugreifen. Mit dieser Strategie hat man zwei Gewinne: Der Umsatz steigt und es werden weitere Kunden gewonnen.
Das waren nur vier von vielen Geschäftsmodellen. Um das perfekte Geschäftsmodell für das eigene Unternehmen zu konkretisieren, beantwortet man in erster Linie vier Fragen, die als Geschäftsmodellkomponenten bezeichnet werden.:

  1. Was bieten wir den Kunden an? (Nutzenversprechen)
  2. Wer sind unsere Zielkunden?
  3. Wie stellen wir die Leistung her? (Wertschöpfungskette)
  4. Wie wird der Wert erziehlt? (Umsatz)

Für die perfekte Geschäftsmodellinnovation müssen sich mindestens zwei der vier Geschäftsmodellkomponenten positiv auf das Unternehmen auswirken.

Im Vergleich zur USA hat Europa wenige Geschäftsmodellinnovationen. Es wird Zeit, dass auch wir umdenken und die Unternehmensstrategie in Europa verändern, um dem Ziel Industrie 4.0 näher zu kommen.