Fit für die Themen der Zukunft

Apples legendäre Design-Agentur Frog Design und Industrieexperten haben für dieses Jahr Tech-Neuheiten und Internet Trends prognostiziert. Wir haben die wichtigsten Themen zusammengefasst, welche schon bald Ihre Unternehmung konfrontieren werden.

Finanzwesen

Blockchain, die Technologie hinter Bitcoins, ist ein öffentliches und transparentes Kassenbuch sämtlicher Kryptowährungs-Transaktionen. Mithilfe dieser Technologie können Zahlungen schnell und vertrauenswürdig ohne eine zentrale Autorität (Bank, etc.) getätigt werden. Mit der diesjährigen Marktdurchdringung von Plattformen und Anwendungen welche Blockchain integrieren, wird das zum Anfang einer prägenden Veränderung des bisherigen Zahlungsverkehrs.

Benutzerdaten im Handel

Seit Jahren werden Benutzerdaten gesammelt und ausgewertet, und langsam wandeln sich unsere Unternehmen in Datengetriebene Unternehmen. Startups basieren ihre Businesspläne, Strategien und Produkte auf diese Daten und auch bestehende Unternehmen passen ihre Visionen dessen an.
Eine der meist revolutionierenden Industrien ist der Einzelhandel. Das zuvor einseitige Verkaufsverhältnis, wobei der Händler nach seinem Ermessen die Warenauswahl trifft, ist Vergangenheit. Vermehrt werden Waren dank Datenanalysen gemäss Kundenbedürfnissen angeboten, womit eine beidseitige Kundenbeziehung entsteht. Beispiele hierzu bieten Amazon, welcher ein datengetriebenes Empfehlungssystem für Zusatzverkäufe verwendet, oder Nordstorm, der die Smartphones ihrer Kunden verwendet, um Kundenverhalten und Einkaufsgewohnheiten zu analysieren. Nutzerdaten basiertes Produkt- und Servicedesign, dementsprechende Datenwissenschaft, Datendesign und Datenstrategien sind die Zukunft. Daten werden fundamental den bisherigen Handel verändern und ein personalisiertes und bedürfnisentsprechendes Einkaufserlebnis ermöglichen.

Virtual Reality

Im Silicon Valley sind zur Zeit Hardware- und Virtual Reality-Startups das grosse Ding. Sämtliche grosse Tech-Unternehmen sind ambitiös ihre Visionen am ausarbeiten und können es kaum erwarten den Markt zu stürmen. Kein Wunder hat sich Facebook’s Mark Zuckerberg dazu entschlossen den VR-Pionier Oculus zu erwerben. Wie er letztes Jahr verkündete, sei Virtual Reality „die nächste grosse Computing- und Kommunikationsplattform“. Enorme Investitionen wurden in diesem Bereich getätigt, und dieses Jahr ist es soweit, Virtual Reality wird vermehrt in den Alltag der Menschen integriert.
Das Thema der Virtual Reality ist allgegenwärtig und die Gaming- und Kommunikationsbranche macht dabei nur den Anfang. VR ist auch für alle anderen Branchen interessant. In der Medizin werden Patienten bereits erfolgreich mithilfe von entsprechender Hardware behandelt. Bald soll VR zur Standardtherapie von Posttraumatische Störungen, Phobien und chronischen Schmerzen werden. Für VR-Unternehmen bestehen dennoch endlose Möglichkeiten zur Weiterentwicklung von medizinischen Therapien.
Das Tragen von VR-Brillen verändert unsere Wahrnehmung von Dingen. Es ermöglicht uns ein alternatives Erlebnis, an welchem wir physisch nicht teilnehmen können. Damit ergibt sich für Unternehmen eine hervorragende Möglichkeit, ihre Produkte innovativ zu präsentieren. Diverse Grossunternehmen experimentieren bereits mit dieser Idee. Der Autohersteller Mini zum Beispiel produzierte Werbe-Kurzfilme, bei denen sich die Zuschauer frei im Raum umsehen konnten. Die Abonnenten der New York Times wurden mit einem Cardboard-VR-Kit beliefert, welche in Kombination einer App unter anderem New York erkunden konnten. Laut Frog Design wird Virtual Reality auch von grosser Bedeutung im Sozialwesen. Durch dreidimensionale Nachrichten werden Menschen eine Empathie empfinden, welche durch 2D Videos nie erreicht werden konnte. Reportagen über gefährliche Ereignisse wie Kriege können hautnah erlebt werden, und ermöglicht eine Verbindung mit isolierten Menschen oder Gruppen. Virtual Reality, was zuerst als virtuelle Phantasiewelt bezeichnet wurde, wird uns in Zukunft mit der Realität näher verbinden.

Mobiles Internet

Smartphones und Tablets haben unseren Konsum von Information fundamental verändert. Die Mobile-Seiten, Ladezeiten und die Mobile-User-Experience lassen jedoch noch zu wünschen übrig. Ist die Webseiten Ladezeit langsam, klickt sich der User weiter und somit geht ein potentieller Kunde verloren. Um dies zu verhindern, wird uns dieses Jahr die Open Source Initiative Accelerated Mobile Pages (AMP) behilflich sein. AMP HTML besteht komplett aus existierenden Web Technologien und ermöglicht leichte und somit schnell ladende Websites. Twitter, Pinterest, WordPress.com und LinkedIn sind einige unter den ersten Firmen, welche AMP integrieren werden.

Nebst Informationen werden vermehrt auch Produkte und Services auf Mobilgeräten konsumiert. Der Mobile Online-Handel befindet sich erst im Anfangsstadion, und bietet hohes Potential an Optimierung und Innovation. 2016 werden wesentliche Impulse kommen und Mobile wird das E-Commerce nochmal komplett auf den Kopf stellen.

Content Marketing

Durch den Informations- und Inhaltsüberfluss im Web und Social Media wird es immer schwieriger, das gewünschte Zielpublikum zu erreichen und zu beeindrucken. Deswegen empfehlen Industrieexperten professionelles Content-Marketing. Das heisst weniger Werbung, dafür informierende, beratende und unterhaltende Inhalte auf entsprechenden Kanälen. Kommunikation wird auf das Wesentliche reduziert und dafür mit Unique Content brilliert. Begeistert den Leser eine Geschichte, wird er sie teilen, weiterleiten oder taggen, was erhöhte Aufmerksamkeit und längere Webpräsenz bedeutet. Visuelles Storytelling eignet sich besonders gut als Unique Content. Chancen dafür bieten sich über Netzwerke wie Vine, Snapchat, Periscope und Facebook live, welche bisher noch wenig zu Marketingzwecken genutzt wurden.
Für wichtige Informationen empfehlen sich umfangreichere Beiträge. Im Vergleich zu Tweets bleiben den Konsumenten umfassende Artikel, sowie Videos und Audio-Podcasts, länger in Erinnerung.
Ich werde in den nächsten Wochen gerne über diese Themen im Detail informieren und referieren.
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Wöchentlich ein Thema

Bloggen ist ja eigentlich schon fast wieder out. Aber da ich schon einmal einen Blog hatte von 2004 – 2009 (hier), dachte ich mir. Ich blogge ein wenig über das, was mich täglich als Unternehmer, Nespresso-Addict, dem Leben, dem Internet (& Social Media) fasziniert und bewegt. Und damit es nicht statisch bleibt, freue ich mich über zahlreiche Feedbacks und Kommentare von Euch. Themenvorschläge sind natürlich auch willkommen.